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9 January 2009



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INTERPOL media release
17 Juli 2007

   
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Österreichische Regierung und INTERPOL feiern Abschluss der Vereinbarung über die Einrichtung der weltweit ersten Anti-Korruptions-Akademie


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This building, donated by the Austrian government, will house the new INTERPOL Anti-Corruption Academy.

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-Photo courtesy of Austrian Federal Ministry of the Interior-
INTERPOL Secretary General Ronald K. Noble and Austrian Federal Minister of the Interior Günther Platter sign the headquarters agreement establishing the world's first anti-corruption academy in Vienna.
WIEN – Die österreichische Regierung und INTERPOL sind der Errichtung der weltweit ersten Akademie gegen Korruption heute mit der Unterzeichnung eines Abkommens in Wien über deren künftigen Sitz einen bedeutenden Schritt näher gekommen.

“Im Zeitalter der Globalisierung muss die wirtschaftliche, politische und soziale Integration mit einer Stärkung der staatlichen Institutionen, der Good Governance und der Durchsetzung der Rechtsstaatlichkeit einhergehen,” so der österreichische Bundesinnenminister Günther Platter.

“Die Korruption ist eines der Phänomene, das solche Errungenschaften untergräbt und das nur durch eine Verbesserung der engen grenzüberschreitenden und internationalen Zusammenarbeit wirksam bekämpft werden kann. Daher sind internationale Netzwerke nicht nur zur Stärkung von Kontakten notwendig, sondern auch, um möglichst viele Länder den internationalen Anti-Korruptions-Richtlinien näherzubringen.

“Mit der heutigen Unterzeichnung der Vereinbarung über den Sitz der neuen Institution wird die juristische Grundlage für die Errichtung der Anti-Korruptions-Akademie von INTERPOL in Österreich geschaffen, und sie stellt auch den soweit erfolgreichen Abschluss der Verhandlungen zwischen Österreich und INTERPOL dar,” fügte Platter hinzu.

“Der Abschluss dieser Vereinbarung über den künftigen Sitz der Akademie, weniger als ein Jahr nachdem von der INTERPOL-Generalversammlung die Resolution über die Errichtung einer Akademie gegen Korruption verabschiedet wurde, ist ein Beweis für das starke Engagement beider Parteien, diese Akademie so schnell wie möglich zu verwirklichen,” so INTERPOL-Generalsekretär Ronald K. Noble.

“INTERPOL und seine 186 Mitgliedsstaaten befinden sich in einer glücklichen Lage, diese Vereinbarung mit Österreich zum Abschluss zu bringen, einem Land, das eine exzellente Erfahrung als Gastgeberland für bedeutende internationale Organisationen hat wie das Büro der Vereinten Nationen für Drogen- und Verbrechensbekämpfung (UNODC), mit dem INTERPOL hofft, seine Beziehungen durch die Eröffnung seiner Anti-Korruptions-Akademie in Wien zu stärken. Wir empfinden es als eine große Ehre, dass Herr Antonio Maria Costa, der Exekutivdirektor von UNODC, heute bei uns ist.

“Damit diese Akademie zur Realität wird, müssen drei kritische Kriterien erfüllt sein: erstens, die juristische Grundlage, die wir heute zum Abschluss bringen; zweitens, die Renovierung der designierten Räumlichkeiten zu einer ultramodernen Bildungseinrichtung; diese Arbeiten dürften bis 2009 abgeschlossen sein; und drittens, die derzeitige Kampagne zur Mobilisierung der 15 Mio. Euro, die für dieses Projekt erforderlich sind.”

In der Vereinbarung, die vom österreichischen Innenminister Platter und INTERPOL-Generalsekretär Noble unterzeichnet wurde, sind die Immunitäten und Privilegien, die INTERPOL von Österreich gewährt werden, sowie seine Beamten, die an der Akademie tätig sein werden, und die Polizeibeamten und andere Personen aus der ganzen Welt, die an Schulungen teilnehmen werden oder an der Akademie dozieren werden, aufgeführt. Die Akademie soll ihren Betrieb 2008 aufnehmen und 2009 offiziell eröffnet werden.

            Die Akademie wird akademische Bildung und Forschung von hohem Niveau für die Polizei und Anti-Korruptions-Experten aus der ganzen Welt in Bereichen wie der Vermögensidentifizierung und -rückgewinnung, Geldwäsche, Entwicklungshilfe-untersuchung und -überwachung, der gerichtsmedizinischen Buchhaltung und ethischen Grundsätzen bereitstellen.

“Die Korruption untergräbt alles, was die Gemeinschaft derjenigen, die im Sinne der Gesetzesdurchsetzung tätig sind, anstrebt. Sie führt zur Verarmung ganzer Teile der Bevölkerung und bedroht die Sicherheit der überwiegenden Mehrheit zum Vorteil einer kleinen Minderheit,” so Noble.

“Die wirksamste Art und Weise der Bekämpfung besteht darin, die globale Gemeinschaft derer, die im Sinne der Gesetzesdurchsetzung tätig sind, sowie Gelehrte und Studenten unter einem Dach zusammenzubringen, um voneinander zu lernen, den Gedankenauszutausch zu pflegen und durch die kontinuierliche Bildung, Schulung und Forschung gangbare Lösungen zu erarbeiten.

“INTERPOL ist auch darauf bedacht, das außergewöhnliche professionelle und persönliche Engagement anzuerkennen, das die verstorbene österreichische Innenministerin Liese Prokop bewiesen hat, um diesen Traum für Österreich und INTERPOL zu verwirklichen. Ihr Geist ist heute bei uns, und ihr Traum für Österreich und für die Welt, im Bereich der Bildung und Schulung von Fachkräften in der besseren Prävention und Bekämpfung der Korruption zusammenzuarbeiten, ist der Verwirklichung ein Schritt näher gekommen.”

 

Last modified on 30 Apr 2008 
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